[Rezension] **Tagwind - Der Bewahrer der Jahreszeiten** von Jennifer Wolf

Titel: Tagwind - Der Bewahrer der Jahreszeiten
Autor: Jennifer Wolf
Verlag: Impress
Originaltitel: -
Erscheinungsdatum:  02 Juni 2016
Seiten: 244


Yannis Tagwind zählt nicht nur zu den attraktivsten Junggesellen Hemeras, sondern ist auch mit Abstand der warmherzigste und liebenswerteste Mann, der jemals unter der Göttin Gaia gelebt hat. Mit einer bewundernswerten Fürsorglichkeit kümmert er sich neben seinen Geschwistern auch um das jüngste Götterkind der Jahreszeiten und würde sofort sein Leben für seine Familie geben. Während diese darauf hofft, dass er sich bald eine Frau sucht, gehört sein Herz jedoch jemandem, den er nicht lieben darf. Nicht nur trennen die beiden ganze Welten an gelebter Zeit, auch ist die Person dafür bekannt, niemandem jemals ihre Liebe geschenkt zu haben. Doch Yannis könnte den Lauf der gesamten Erdengeschichte ändern…

Das Cover ist einfach mal wieder Traum und passt perfekt zu den anderen, auch wenn diesmal eine männliche Person zu sehen ist. Und da kommen wir auch schon zum wesentlichen, diesmal gibt es keine klassische Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen aus Hemera und einem der Jahreszeitengötter... Ich glaube ich verrate nicht zu viel wenn ich sage das Jennifer Wolf uns diesmal in eine romantische homosexuelle Geschichte entführt, denn Yannis entwickelt Gefühle für unseren verbliebenen Gott Sol der mittlerweile in Hemera verweilt.
Für beide sind diese Gefühle mehr als neu, so das auch die Leser langsam an diese Liebe herangeführt werden. Die beiden stehen den anderen Pärchen aber in nichts nach und auch hier wird es wieder wahnsinnig romantisch.
Alle Charaktere sind wieder bis auf das kleinste Detail ausgefeilt und auch die kleine Göttertochter Liora (um die es im nächsten Buch geht) kommt nicht zu kurz.
In Hemera wird Homosexualität nicht gern gesehen. Sie wird zwar geduldet, aber die Paare werden sehr ausgeschlossen. Umso erschreckender wie man die Situation von Yannis und Sol auf die heutige Gesellschaft projezieren kann, auch die sonst so friedvollen Hermeraner werden handgreiflich als sie davon erfahren. Alle sind überfordert mit der Situation, allerdings konnte Jennifer Wolf dies sehr realistisch und harmonisch regeln und es gibt wieder ein "Ach-ist-das-schöööööön-Ende".
Ich kann gar nicht anders als 5 von 5 Herzchen geben, Tagwind ist genauso süchtig machend wie Morgentau, Abendrot und Nachtblüte. Ich freu mich schon sehr auf die Göttertöchter, denn der Epilog dazu macht Lust auf mehr.