[Rezension] **Heldentage** von Sabine Raml

Titel: Heldentage
Autor: Sabine Raml
Verlag: Heyne fliegt
Originaltitel: -
Erscheinungsdatum:2 März 2015
Seiten: 304



Die 15jährige Lea ist etwas anders als andere Teenager in ihrem Alter. Ihr fehlt Luft. Luft zum atmen, Luft zum frei sein. 790 Tage noch und sie kann endlich frei sein denn dann ist sie endlich achtzehn. Mit jedem neuen Tag zeigt sie der Welt dass auch sie eine Heldin sein kann, eine Heldin des Alltags.


Ein einzigartiges Debüt das mich gleich von Anfang an in den Bann gezogen hat. Sabine Raml schreibt so anders, so authentisch, so frisch. Auch die Kapitelauswahl unterscheidet sich von anderen Büchern, wer schreibt schon in halben Kapiteln ;) Ich hatte so keinerlei Erwartungen an das Buch aber es hat alles übertroffen was ich gedacht habe. Wenn man sich richtig drauf einlässt, hat es richtig Tiefgang und ich will mir gar nicht vorstellen wie viele Teenager es gibt, denen es genauso geht wie Lea in dem Buch. Ihre Familienverhältnisse haben mich schon erschrocken, aber leider kommen genau diese immer häufiger vor.

Sabine Raml erzählt ausdrucksstark aus der Perspektive einer fünfzehnjährigen. Einer fünfzehnjährigen die kein leichtes Leben hat mit Asthma, einer alkoholkranken Mutter, einem Vater der auf Mallorca lebt und dann auch noch die ganzen Teenagerprobleme die dazu kommen. Jeder kennt es, der erste feste Freund und die erste Trennung. Die Welt scheint einzubreche. Gerade für Lea, für die Lenny ein Halt war. Zum Glück hat sie ihre beste Freundin Pola, die auch etwas anders ist mit ihrer alternativen Lebensweise.

‚Heldentage‘ bringt einen zum schmunzeln und vor allem auch zum nachdenken. Es ist gewiss kein Buch für zwischendurch, man sollte sich Zeit nehmen und jedes einzelne Wort aufsaugen anstatt sie zu überfliegen.  5 von 5 Herzchen für diesen tiefgründigen Roman aus der Sicht eines 15jährigen Teenagers.

Do what you love and do it often!